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Die Kursbuchstrecke 670
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Die Kursbuchstrecke 670 - Betrieb -- Betriebsablauf und Verkehr


Fahrplan und Verkehr

Bereits in den 90er-Jahren waren auf der KBS 670 durch Einführung der CityBahn (vgl. auch Verkehrsentwicklung Regionalverkehr) auf dem Abschnitt Saarbrücken Hbf - Homburg (Saar) Hbf erste Ansätze eines Halbstundentakts erkennbar. Heute ist dieser fest im DB-Fahrplan integriert und unter dem Begriff "Saarland-Takt: Gleich kommt wieder einer" bekannt ist. Die Struktur des Taktes ist recht einfach darzustellen:

Zuglinien
Ergebnis bei Überlagerung der Zuglinien
RB71: Saarbrücken Hbf - Homburg (Saar) Hbf
Stundentakt
Halbstundentakt zwischen Saarbrücken Hbf und Homburg (Saar) Hbf
RE60: Saarbrücken Hbf - Kaiserslautern Hbf
Stundentakt

Durch die CityBahn entstand auch auf dem Abschnitt Homburg (Saar) - Kaiserslautern ein Taktverkehr, welcher heute - genauso wie auf dem Abschnitt zwischen Saarbrücken Hbf und Homburg (Saar) Hbf - fest verankert ist: Mit Zügen der S-Bahn RheinNeckar wird auf den Stationen Bruchmühlbach-Miesau, Hauptstuhl, Landstuhl und Kindsbach ein 30 min-Takt erreicht. Dieser besteht jedoch nur von 6 Uhr - 20 Uhr, jeweils von Montag bis Sonntag. Sonst besteht an diesen Stationen nur ein 60 min-Takt mit Zügen der Linie RE60 (Saarbrücken - Kaiserslautern). Die übrigen Stationen in Richtung Kaiserslautern werden durch die S-Bahn RheinNeckar nur im Stundentakt bedient. Auch dieser Takt lässt sich grafisch veranschaulichen:

Zuglinien
Ergebnis bei Überlagerung der Zuglinien
RE60: Saarbrücken Hbf - Kaiserslautern Hbf
Stundentakt
Halbstundentakt zwischen Homburg (Saar) Hbf und Kindsbach
Stundentakt zwischen Kindsbach und Kaiserslautern Hbf
S1: Homburg (Saar) Hbf - Osterburken
Stundentakt

Mit Fahrplanwechsel im Dezember 2009 kam es - speziell auf dem Abschnitt Saarbrücken Hbf - Homburg (Saar) Hbf - zu einem Bruch in diesem Taktverkehr. Dabei entfielen bei einigen Zügen der Linie RE60 an den meisten Tagen die Halte in Kirkel, Bruchmühlbach-Miesau und Hauptstuhl; nur an bestimmten Tagen im Jahr verkehrten die Züge im selben Fahrplan und unter derselben Zugnummer, den bzw. die sie vor Fahrplanwechsel innehatten. Es entstehen durch diesen Wegfall Taktlücken, sodass zur Stunde 13 und zur Stunde 15 an den entsprechenden Stationen in Richtung Kaiserslautern Hbf nur ein Einstundentakt besteht.
Ab Kaiserslautern Hbf bis zum Streckenende in Mannheim Hbf wird dann wieder ein Halbstundentakt erreicht, der abwechselnd mit Zügen der S1 zur vollen und Zügen der S2 zur halben Stunde bedient wird. Dabei werden die Haltepunkte Ludwigshafen (Rhein)-Rheingönheim und Ludwigshafen (Rhein) Mundenheim von der S1 nicht bedient - daraus ergibt sich für diese Stationen nur ein Stundentakt mit Zügen der S2. Weiterhin verdichtet sich der Takt auf dem Abschnitt Schifferstadt - Mannheim auf einen beinahe Viertelstunden-Takt, da auf diesem Abschnitt bis Mannheim auch die Züge der S-Bahn-Linien 3 und 4 nach Germersheim hinzukommen, die an allen Stationen halten. Zu Stosszeiten werden montags - freitags zwischen Kaiserslautern und Mannheim weiterhin auch spezielle Verstärkerzüge eingesetzt. Betrachtet man nur den reinen Taktverkehr, so ergibt sich folgende Darstellung (der Stundentakt in Rheingönheim und Mundenheim wird nicht berücksichtigt):

Zuglinien
Ergebnis bei Überlagerung der Zuglinien
Ergebnis bei Überlagerung der Überlagerungen
S1: Kaiserslautern Hbf - Osterburken
Stundentakt
Halbstundentakt zwischen Kaiserslautern Hbf und Mannheim Hbf
Viertelstundentakt zwischen Schifferstadt und Mannheim Hbf
S2: Kaiserslautern Hbf - Mosbach (Baden)
Stundentakt
S3: Germersheim - Karlsruhe Hbf
Stundentakt
Halbstundentakt zwischen Schifferstadt und Mannheim Hbf
S4: Germersheim - Bruchsal
Stundentakt



Verkehrsentwicklung
Einführung
Der ursprüngliche Zweck der KBS 670 war der Abtransport von Kohle aus dem Saarland und aus Frankreich in die Region um Mannheim. Bald zeigte sich jedoch das starke Interesse an der Eisenbahnstrecke in die damalige Metropole Ludwigshafen. So führte man noch vor dem 1. Weltkrieg ein verstärktes Personenzugkonzept ein. Die ersten Fernzüge befuhren in den 30er-Jahren die Strecke. Nach dem 2. Weltkrieg schließlich begann die "steile Karriere" der KBS 670: Fern- und Regionalverkehr wurden verdichtet, da das Passagieraufkommen immer stärker wurde. Schließlich wurde im Jahre 2000 der Fernverkehr auf ein Minimum reduziert. Doch Ende des Jahres 2007 wurde der KBS 670 wieder eine größere Rolle im deutschen Fernverkehr zuteil: Sie wurde deutschseitge Hauptstrecke der POS Nord und ist damit ein wichtiger Teil der ICE-Verbindung zwischen Frankfurt (Main) Hbf und Paris Est.
 
Verkehrsentwicklung im Fernverkehr

Während die KBS 670 im Güterverkehr eine große Rolle spielte, erkannte man bald auch die Wichtigkeit einer solchen Magistrale für den Fernverkehr. So war schnell klar, dass sich mit dieser Strecke ein vollständiger Zuglauf von Berlin über Frankfurt (Main) und Saarbrücken nach Paris fahren lässt. So begann man Ende der 20er-Jahre ein Konzept auszuarbeiten, das den Fernverkehr auf der KBS 670 möglich machen sollte. Ein Hauptzug dieses Konzepts war der D-Zug 180 von Berlin nach Neunkirchen (Saar). Dieser Zug fuhr über Frankfurt, Mannheim und Homburg (Saar) nach Neunkirchen (Saar). "Berühmt" machte ihn ein Unfall in Genthin im Jahre 1938 - einem der größten Eisenbahnunfälle Deutschlands.
Doch auch im zweiten Weltkrieg war der Fernverkehr auf der KBS 670 umfangreicher als heute: Eine große Zugdichte, lange Zugläufe und lange Züge. Einige Beispiele für Fernverkehrszüge aus dem Jahre 1944:

  • D 570: Saarbrücken Hbf - Homburg (Saar) Hbf - Kaiserslautern Hbf - Neustadt (Weinstraße) Hbf - Mannheim Hbf - Stuttgart Hbf
  • D 142: Frankfurt (Main) Hbf - Mannheim Hbf - Neustadt (Weinstraße) Hbf - Kaiserslautern Hbf - Saarbrücken Hbf - Paris Ost
  • SFR 128: Calais - Lille Nord - Metz Hbf - Saarbrücken Hbf - Kaiserslautern Hbf - Mannheim Hbf - Stuttgart Hbf
  • D 35: Metz Hbf - Saarbrücken Hbf - Kaiserslautern Hbf - Neustadt (Weinstraße) Hbf - Mannheim Hbf - Stuttgart Hbf - München Hbf - Wien

Dann kam der 2. Weltkrieg und damit das vorläufige Aus für Fernverkehrsverbindungen dieser Art. Durch den Krieg wurde die Strecke so weit geschädigt, dass ein durchgehender Verkehr und damit Fernverkehrsverbindungen wie diejenigen von 1944 nicht mehr möglich waren. Bereits im Sommer 1945 begannen Wiederherstellungsarbeiten an der Strecke, die sich jedoch über 15 Jahre hinziehen sollten. Gleichzeitig zu dieser Zeit begann man, einen mittelmäßigen Eilzugverkehr auf die Beine zu stellen, der die Städte Mannheim und Kaiserslautern miteinander verbinden sollte. Züge dieser Art benötigten jedoch unmittelbar nach dem Krieg noch gut 2 Stunden von Mannheim nach Kaiserslautern - bedingt durch die Schäden des Krieges und durch die damit verbundenen Wiederherstellungsmaßnahmen. 1948 war die Strecke wieder halbwegs durchgehend befahrbar, sodass ein einigermaßen geordneter Eilzugverkehr stattfinden konnte. 1950 fuhren dann auch wieder die ersten Fernverkehrszüge auf der Strecke - wenn auch nicht so, wie es heute der Fall sein sollte. Da die Strecke immer noch große Schäden aufwies - vor allem im tunnelreichen Abschnitt zwischen Neustadt (Weinstraße) und Kaiserslautern - musste man eine andere Lösung finden, die Züge über die Strecke zu leiten. Man entschied sich schließlich für eine Streckenführung, die noch bis ins Jahr 1984 bestehen sollte: Die Züge wurden über die Nahe- und Alsenzbahn geleitet und bei Hochspeyer wieder auf die KBS 670 übernommen, die sie dann bis nach Saarbrücken befuhren. Es ergaben sich damit also folgende Zugläufe für die ersten D-Züge nach Frankreich:

  • Frankfurt (Main) Hbf - Mainz Hbf - Bad Kreuznach - Alsenz - Hochspeyer - Kaiserslautern Hbf - Saarbrücken Hbf - Paris Est
  • Paris Est - Saarbrücken Hbf - Kaiserslautern Hbf - Hochspeyer - Alsenz - Bad Kreuznach - Mainz Hbf - Frankfurt (Main) Hbf

Damit konnte der Schnellverkehr wieder aufgenommen werden. Züge mit diesen Zugläufen waren z.B.:

  • D 1111: Paris Est - Saarbrücken Hbf - Kaiserslautern Hbf - Hochspeyer - Alsenz - Bad Kreuznach - Mainz Hbf - Frankfurt (Main) Hbf
  • D 1114: Frankfurt (Main) Hbf - Mainz Hbf - Bad Kreuznach - Alsenz - Hochspeyer - Kaiserslautern Hbf - Saarbrücken Hbf - Paris Est

Züge mit einem Zuglauf dieser Art blieben noch bis in Jahr 1984 erhalten.
Bereits 1960 war die Strecke wieder durchgehend von Mannheim bis Saarbrücken befahrbar. Damit ergab sich für einige Züge ein völlig neuer und vor allem schnellerer Laufweg nach Saarbrücken / Paris:

  • D 1101: Bar le Duc - Saarbrücken Hbf - Kaiserslautern Hbf - Neustadt (Weinstraße) Hbf - Mannheim Hbf - Darmstadt Hbf - Frankfurt (Main) Hbf
  • D 1124: Frankfurt (Main) Hbf - Darmstadt Hbf - Mannheim Hbf - Neustadt (Weinstraße) Hbf - Kaiserslautern Hbf - Saarbrücken Hbf - Metz

Diese Züge waren - neben den Zügen, deren Weg über Mainz und Bad Kreuznach führte, Grundlage für die heutigen Schnellzüge zwischen Frankfurt (Main) Hbf und Paris Est.
Bereits vor der Einführung von D 1101 und D 1124 gab es Fernzüge aus "anderen Teilen der Welt". Diese Zügen fuhren ebenfalls - wie die Schnellzüge nach Paris Est - über die Nahe- und Alsenzbahn auf die KBS 670. Bei einem Blick ins Kursbuch von 1959 finden sich beispielsweise folgenden Zug:

  • D 546: München Hbf - Stuttgart Hbf - Mannheim Hbf - Neustadt (Weinstraße) Hbf - Homburg (Saar) Hbf - Einöd - Rohrbach (Saar) - Saarbrücken Hbf

Bei unserem Beispiel handelt es sich auch gleich um einen besonderen D-Zug: Er verlässt in Homburg (Saar) Hbf die KBS 670 und befährt sie ab Rohrbach (Saar) wieder. Der Grund dafür ist einfach: Teil der früheren Pfälzischen Ludwigsbahn - die Grundlage der heutigen KBS 670 ist - war auch die Strecke Homburg (Saar) Hbf - Bierbach - Einöd - Rohrbach (Saar). Im Folgenden zwei Beispiele für Schnellzüge, die die KBS 670 ab 1959 wieder durchgehend befuhren (ebenfalls aus dem Kursbuch von 1959):

  • D 1118: Heidelberg Hbf - Mannheim Hbf - Neustadt (Weinstraße) Hbf - Kaiserslautern Hbf - Saarbrücken Hbf - Paris Est
  • D 127: Saarbrücken Hbf - Homburg (Saar) Hbf - Kaiserslautern Hbf - Neustadt (Weinstraße) Hbf - Mannheim Hbf - Frankfurt (Main) Hbf

Neben Zügen aus Saarbrücken gab es auch Züge aus Trier, Metz und Bar le Duc zu unterschiedlichen Zielen wie z.B. Heidelberg, Stuttgart und München.
Kurz eingegangen werden soll auch auf diejenigen Fernzüge, die die KBS 670 nur in einem kleinen Abschnitt von kanpp 16 km befuhren. Dabei handelt es sich um Schnellzüge von Saarbrücken Hbf nach München Hbf mit einem Zuglauf über Rohrbach (Saar) - Zweibrücken - Pirmasens Nord - Landau (Pfalz) Hbf - Karlsruhe Hbf - Stuttgart Hbf - München Hbf. Erkennbar ist: Die Züge verlassen in Rohrbach (Saar) die KBS 670 und befahren diese während ihrer weiteren Fahrt auch nicht wieder. Der Grund dafür war einfach: Durch das Verlassen der KBS 670 in Rohrbach (Saar) sparten die Züge an Zeit und erreichten so früher ihr Ziel. Zwei Beispile für solche Züge:

  • D 131: Saarbrücken Hbf - Rohrbach (Saar) - Zweibrücken - Pirmasens Nord - Landau (Pfalz) Hbf - Karlsruhe Hbf - München Hbf
  • D 132: München Hbf - Karlsruhe Hbf - Landau (Pfalz) Hbf - Pirmasens Nord - Zweibrücken - Rohrbach (Saar) - Saarbrücken Hbf

So bestand der Fernverkehr auf der KBS 670 bis ins Jahre 1969. In diesem Jahr führte die Deutsche Bundesbahn das TEE-Konzept ein, ein Konzept, welches einen Schnellverkehr in Deutschland mit Wagen ausschließlich mit 1. Wagenklasse vorsah. Einer der ersten TEE in Deutschland war ein Zugpaar, welches auch über die KBS 670 fuhr: TEE 50 / 51 mit folgendem Zuglauf:

  • TEE 50: Frankfurt (Main) Hbf - Darmstadt Hbf - Mannheim Hbf - Neustadt (Weinstraße) Hbf - Kaiserslautern Hbf - Saarbrücken Hbf - Paris Est
  • TEE 51: Paris Est - Saarbrücken Hbf - Kaiserslautern Hbf - Neustadt (Weinstraße) Hbf - Mannheim Hbf - Darmstadt Hbf - Frankfurt (Main) Hbf

Diese beiden TEE bildeten ebenfalls - wie bereits die D-Züge über Mainz und Bad Kreuznach - eine entscheidende Grundlage für den heutigen Schnellverkehr zwischen Frankfurt (Main) und Paris Est auf der KBS 670. Sie bildeten neben den üblichen F- und D-Zügen eine sinnvolle Ergänzung im Schnellverkehr. Doch bereits nach kurzer Zeit zeigte sich: Der TEE ist nicht rentabel. Nur wenige Reisende nutzten die 1. Klasse-Verbindung nach Paris und so wurde das Zugpaar 1975 schließlich eingestellt, da die Deutsche Bundesbahn an der Weiterführung dieses Zuges kein Interesse mehr hatte. Doch der TEE sollte auf dieser Strecke nicht ganz aussterben: Die Deutsche Bundesbahn setzte an die Stelle des TEE-Zugpaares ein anderes D-Zugpaar mit für diese Zeit weitaus interessanterem Zuglauf:

  • D 450: Warszawa Wschodina - Dresden Hbf - Bebra - Frankfurt (Main) Hbf - Mannheim Hbf - Kaiserslautern Hbf - Saarbrücken Hbf - Paris Est
  • D 451: Paris Est - Saarbrücken Hbf - Kaiserslautern Hbf - Mannheim Hbf - Frankfurt (Main) Hbf - Bebra - Dresden Hbf - Warszawa Wschodina

Die beiden Züge dieses D-Zugpaares, D 450 und D 451, waren die längsten Züge im Personenverkehr, die auf der KBS 670 jemals eingesetzt wurden. Ihr Wagenpark setzte sich zusammen aus 10 Wagen der Polnischen Staatsbahn PKP und mehreren Schlafwagen der Französischen Staatsbahn SNCF, was in Anbetracht der Tatsache, dass der Zug als Nachtzug verkehrte, überaus angebracht war. Weiterhin waren auch Wagen der damaligen Deutschen Bundesbahn mit eingereiht.
1982 schließlich wurde der Zuglauf der beiden D-Züge gebrochen und es verkehrten ab diesem Zeitpunkt:

  • IC 152: Frankfurt (Main) Hbf - Darmstadt Hbf - Mannheim Hbf - Neustadt (Weinstraße) Hbf - Kaiserslautern Hbf - Saarbrücken Hbf
  • IC 153: Saarbrücken Hbf - Kaiserslautern Hbf - Neustadt (Weinstraße) Hbf - Mannheim Hbf - Darmstadt Hbf - Frankfurt (Main) Hbf

Bis 1986 blieb das Fernverkehrsangebot bestehen, wie es oben bereits dargestellt ist. Zwischendurch gab es jedoch neue Züge, die hinzugefügt wurden. So verkehrte beispielsweise ab 1979 ein D-Zugpaar, welches schon seit 1960 auf der KBS 670 heimisch war: 354 und 355. Diese beiden D-Züge verkehrten ab 1979 nur unter anderer Zugnummer, aber mit unverändertem Zuglauf:

  • D 354: Berlin Friedrichstraße - Bebra - Frankfurt (Main) Hbf - Mannheim Hbf - Kaiserslautern Hbf - Homburg (Saar) Hbf - Saarbrücken Hbf
  • D 355: Saarbrücken Hbf - Homburg (Saar) Hbf - Kaiserslautern Hbf - Mannheim Hbf - Frankfurt (Main) Hbf - Bebra - Berlin Friedrichstraße

Eine weitere Änderung 1979 war die Einführung des IC-Zugpaars 594 / 595 "Saar-Kurier" mit dem Zuglauf von Saarbrücken Hbf nach München Hbf und zurück. Im Rahmen des neuen InterCity-Konzepts der Deutschen Bundesbahn wurde in ganz Deutschland ein neues Schnellzugkonzept eingeführt - aufgebaut mit Hilfe der gewonnenen Erfahrungen und Erkenntnisse aus dem TEE-Konzept von 1969. Auch heute werden IC 594 und 595 weiterhin als IC bei der Deutschen Bahn AG geführt, jedoch unter anderer Zugnummer und mit einem anderen Zuglauf. 1979 sah das Kursbuch für IC 594 und IC 595 folgende Zugläufe vor:

  • IC 594: München Hbf - Stuttgart Hbf - Mannheim Hbf - Neustadt (Weinstraße) Hbf - Kaiserslautern Hbf - Homburg (Saar) Hbf - Saarbrücken Hbf
  • IC 595: Saarbrücken Hbf - Homburg (Saar) Hbf - Kaiserslautern Hbf - Neustadt (Weinstraße) Hbf - Mannheim Hbf - Stuttgart Hbf - München Hbf

Interessant bei diesen Zügen waren 1979 die Kurswagen nach Klagenfurt, denn später wurde der Zuglauf insofern abgeändert, dass der Zug von München Hbf weiter fuhr in Richtung Klagenfurt. Heute (2007) verkehrt IC 594 als IC 2292 von Salzburg Hbf über München - Stuttgart - Mannheim - Kaiserslautern nach Saarbrücken; IC 595 als IC 2293 von Saarbrücken Hbf über Kaiserslautern - Mannheim - Stuttgart - München nach Salzburg Hbf.
Neben diesen Zügen verkehrte auch 1979 noch ein D-Zug nur 16 km auf der KBS 670, bevor er dann in Rohrbach (Saar) die KBS 670 verließ und nach München fuhr. Im Kursbuch finden sich für die beiden Züge jedoch zwei unterschiedliche Laufwege:

  • D 895: Saarbrücken Hbf - Rohrbach (Saar) - Zweibrücken - Pirmasens Nord - Landau (Pfalz) Hbf - Karlsruhe Hbf - Stuttgart Hbf - München Hbf
  • D 894: München Hbf - Stuttgart Hbf - Karlsruhe Hbf - Heidelberg Hbf - Mannheim Hbf - Neustadt (Weinstraße) Hbf - Kaiserslautern Hbf - Saarbrücken Hbf

Da der Wagenpark dieser beiden Züge gleich war, legten die Wagen quasi eine Rundreise durch den Südwesten Deutschlands zurück.
1984 schließlich, ein Jahr vor der großen Fernverkehrsreform der Deutschen Bundesbahn, gab es noch eine erwähnenswerte Änderung im Zuglauf eines Zugpaares. D 354 und 355 wurden getrennt. Dabei splitterte man folgendermaßen auf: D 252 / 253 verkehrten zwischen Saarbrücken Hbf und Paris Est als Nachtzug, während D 354 und 355 als Nachtzug die Strecke Saarbrücken Hbf - Berlin bedienten.
1985 kam schließlich der große Aufschwung im Fernverkehr auf der KBS 670: Die Fernverkehrsreform der Deutschen Bundesbahn. Diese sah eine Verdichtung des deutschen Schienenschnellverkehrs vor - dies betraf auch die KBS 670. Folgende Änderungen waren für die KBS 670 vrogesehen:

  1. Einführung des Saar-Pfalz-Taktes, d.h. Herstellung einer stündlichen D-Zug-Verbindungen zwischen Saarbrücken Hbf und Mannheim Hbf mit teilweisen Verlängerungen
  2. Verdichtung der einzelnen F- und Eilzug-Verbindungen zwischen Saarbrücken Hbf und Mannheim Hbf

Mit der Fernverkehrsreform ergab sich auf der KBS 670 im Fernverkehr eine deutliche Verbesserung gegenüber dem Stand von 1979. Eine erste Änderung nach der Fernverkehrsreform gab es 1986: Ab 1986 verkehrte das D-Zugpaar 258 und 255 nicht mehr von Saarbrücken über Kaiserslautern - Neustadt (Weinstraße) - Mannheim nach Frankfurt (Main), sondern über Neunkirchen (Saar) - Bad Kreuznach - Mainz Hbf — also überhaupt nicht mehr über die KBS 670. Das Zugpaar wurde jedoch ersetzt durch ein anderes:

  • D 2654: Frankfurt (Main) Hbf - Darmstadt Hbf - Mannheim Hbf - Neustadt (Weinstraße) Hbf - Kaiserslautern Hbf - Saarbrücken Hbf
  • D 2655: Saarbrücken Hbf - Kaiserslautern Hbf - Neustadt (Weinstraße) Hbf - Mannheim Hbf - Darmstadt Hbf - Frankfurt (Main) Hbf

Bereits 1987 gab es eine weitere Änderung im Fernverkehrsfahrplan. Durch die Umbenennung von IC 152 und IC 153 in EC 52 und EC 53 - beide übrigens mit dem Namen "Johann Wolfgang von Goethe" - mit dem neuen Zuglauf

  • EC 52: Frankfurt (Main) Hbf - Darmstadt Hbf - Mannheim Hbf - Kaiserslautern Hbf - Saarbrücken Hbf - Metz-Ville - Paris Est
  • EC 53: Paris Est - Metz-Ville - Saarbrücken Hbf - Kaiserslautern Hbf - Mannheim Hbf - Darmstadt Hbf - Frankfurt (Main) Hbf

enstanden auf der Strecke die ersten EC-Züge.

Weiterhin führte man 1988 für ein Jahr auch wieder D-Züge zwischen Saarbrücken Hbf und Stuttgart Hbf im Stundentakt ein - diese befuhren die KBS 670 wieder nur bis Rohrbach (Saar) und fuhren dann über Zweibrücken - Pirmasens Nord - Landau (Pfalz) Hbf - Karlsruhe Hbf in die badn-württembergische Landeshauptstadt. Diese D-Züge wurden 1989 durch RSB-Züge mit dem Zuglauf Saarbrücken Hbf - Rohrbach (Saar) - Landau (Pfalz) Hbf - Karlsruhe Hbf ersetzt und wurden somit Leistungen des Regionalverkehrs. 1991 kam eine weitere Neuerung auf der KBS 670 zum Tragen: Die Einführung des InterRegio (IR). Im Einzelnen sah dieses weitestgehend zuschlagfreie Fernverkehrsangebot für die KBS 670 folgende Zugläufe der InterRegio-Linie 27 (IRL 27) vor:

  • IR Saarbrücken Hbf - Mannheim Hbf - Stuttgart Hbf und zurück
  • IR Saarbrücken Hbf - Mannheim Hbf - Stuttgart Hbf - Ulm Hbf und zurück
  • IR Saarbrücken Hbf - Mannheim Hbf - Stuttgart Hbf - Lindau und zurück
  • IR Saarbrücken Hbf - Mannheim Hbf - Stuttgart Hbf - Bludenz und zurück
  • IR Saarbrücken Hbf - Mannheim Hbf - Stuttgart Hbf - Feldkirch und zurück
  • IR Trier Hbf - Saarbrücken Hbf - Mannheim Hbf - Stuttgart Hbf - Landeck und zurück
  • IR Trier Hbf - Saarbrücken Hbf - Mannheim Hbf - Stuttgart Hbf - Bludenz und zurück

Die Grundlage der IRL 27 war der Laufweg Saarbrücken Hbf - Mannheim Hbf.
Durch den Fall der Mauer 1989 und durch die Öffnung der Tore für den Schienenverkehr in die ehemalige DDR führte man 1991 ebenfalls auch neue IC-Züge in die "neuen" Bundesländer ein. Neben diesen IC verkehrten ab diesem Jahr auch erstmalig EC in Richtung Leipzig und Dresden. Bei den EC handelte es sich in erster Linie um die umbenannten D-Züge, die vorher bereits auf der Achse nach Berlin / Warschau im Einsatz waren und nun mit völlig anderem Zuglauf verkehrten. Der EC Victor Hugo dagegen wurde 1991 neben dem damaligen Starzug im Fernverkehr auf der Strecke - dem Saar-Kurier, der ab 1991 mit der neuen Zugnummer IC 812 / 813 mit gleichem Zuglauf verkehrte. Im Folgenden eine Auflistung der ab 1991 neu eingeführten IC bzw. EC:

  • IC 157 Georg Philipp Telemann: Saarbrücken Hbf - Kaiserslautern Hbf - Mannheim Hbf - Frankfurt (Main) Hbf - Bebra - Leipzig Hbf
  • IC 156 Georg Philipp Telemann: Leipzig Hbf - Bebra - Frankfurt (Main) Hbf - Mannheim Hbf - Kaiserslautern Hbf - Saarbrücken Hbf
  • EC 53 Victor Hugo: Paris Est - Metz-Ville - Saarbrücken Hbf - Kaiserslautern Hbf - Mannheim Hbf - Frankfurt (Main) Hbf
  • EC 52 Victor Hugo: Frankfurt (Main) Hbf - Mannheim Hbf - Kaiserslautern Hbf - Saarbrücken Hbf - Metz-Ville - Paris Est
  • EC 57 Heinrich Heine: Paris Est - Metz-Ville - Saarbrücken Hbf - Kaiserslautern Hbf - Mannheim Hbf - Frankfurt (Main) Hbf - Bebra - Leipzig Hbf - Dresden Hbf
  • EC 56 Heinrich Heine: Dresden Hbf - Leipzig Hbf - Bebra - Frankfurt (Main) Hbf - Mannheim Hbf - Kaiserslautern Hbf - Saarbrücken Hbf - Metz-Ville - Paris Est
  • EC 55 Gustave Eiffel: Paris Est - Metz-Ville - Saarbrücken Hbf - Kaiserslautern Hbf - Mannheim Hbf - Frankfurt (Main) Hbf - Bebra - Leipzig Hbf
  • EC 54 Gustave Eiffel: Leipzig Hbf - Bebra - Frankfurt (Main) Hbf - Mannheim Hbf - Kaiserslautern Hbf - Saarbrücken Hbf - Metz-Ville - Paris Est
  • EC 59 Goethe: Paris Est - Metz-Ville - Saarbrücken Hbf - Kaiserslautern Hbf - Mannheim Hbf - Frankfurt (Main) Hbf Mo - Sa
  • IC 859 Goethe: Saarbrücken Hbf - Kaiserslautern Hbf - Mannheim Hbf - Frankfurt (Main) Hbf So
  • EC 58 Goethe: Frankfurt (Main) Hbf - Mannheim Hbf - Kaiserslautern Hbf - Saarbrücken Hbf - Metz-Ville - Paris Est Mo - Sa
  • IC 858 Goethe: Frankfurt (Main) Hbf - Mannheim Hbf - Kaiserslautern Hbf - Saarbrücken Hbf So

Im Folgenden noch eine Bemerkung zu IC 812 / 813 Saar-Kurier: Der Zug wurde bei seiner Einführung 1979 unter den Zugnummern 594 / 595 geführt; mit Zuglauf Saarbrücken Hbf - Mannheim Hbf - Stuttgart Hbf - München Hbf. 1991 erfolgte die Umnummerierung in IC 812 / 813, wobei der Zuglauf unverändert blieb. Einzige Neuerung war, dass der Zug Kurswagen nach Klagenfurt mitführte. 1993 schließlich erfolgte eine neue Umbenennung dieses Zuges: Aus IC 812 / 813 wurde EC 14 / 15 Patscherkofel mit dem Zuglauf Saarbrücken Hbf - Mannheim Hbf - Stuttgart Hbf - Klagenfurt. Damit waren die Kurswagen, die der Zug zu seiner IC-Zeit von 1991 - 1993 mitführte, überflüssig. 1996 schließlich erfolgte die Umbenennung in EC 112 / 113 Wörthersee; auch hier blieb der Zuglauf gegenüber 1993 unverändert. 2002 wurde im Rahmen der Streichung der IR-Verbindungen auf der KBS 670 auch EC 112 / 113 verkürzt: Er verkehrte von nun an als IC 2293 / 2992 zwischen Saarbrücken Hbf und Salzburg Hbf.
Der Fernverkehr auf der KBS 670 war nun mit der Einführung der neuen Züge 1991 gegenüber 1979 erheblich besser gestellt, was auch der enorme Zuspruch zeigte. Aus diesem Grund entschied man sich für die Einführung weiterer Schnellzüge im Zeitraum von 1991 bis 1996. Im Einzelnen waren dies:

  • IC 563 Pfälzer Wald: Saarbrücken Hbf - Kaiserslautern Hbf - Mannheim - Frankfurt (Main) Hbf ab 1992
  • IC 552 Pfälzer Wald: Leipzig Hbf - Bebra - Frankfurt (Main) Hbf - Mannheim Hbf - Kaiserslautern Hbf - Saarbrücken Hbf ab 1992
  • IC 557 Gottfried Semper: Saarbrücken Hbf - Kaiserslautern Hbf - Mannheim Hbf - Frankfurt (Main) Hbf - Bebra - Leipzig Hbf ab 1992
  • IC 556 Gottfried Semper: Leipzig Hbf - Bebra - Frankfurt (Main) Hbf - Mannheim Hbf - Kaiserslautern Hbf - Saarbrücken Hbf ab 1992
  • IC 651 Wartburg: Saarbrücken Hbf - Kaiserslautern Hbf - Mannheim Hbf - Frankfurt (Main) Hbf - Bebra - Dresden Hbf ab 1992
  • IC 650 Wartburg: Dresden Hbf - Bebra - Frankfurt (Main) Hbf - Mannheim Hbf - Kaiserslautern Hbf - Saarbrücken Hbf ab 1992
  • IC 559 Saarland: Saarbrücken Hbf - Kaiserslautern Hbf - Mannheim Hbf - Frankfurt (Main) Hbf - Bebra - Dresden Hbf ab 1993
  • IC 558 Saarland: Dresden Hbf - Bebra - Frankfurt (Main) Hbf - Mannheim Hbf - Kaiserslautern Hbf - Saarbrücken Hbf ab 1993
  • IR 2362: Lindau - Stuttgart Hbf - Mannheim Hbf - Kaiserslautern Hbf - Saarbrücken Hbf ab 1993
  • IR 2364: Lindau - Stuttgart Hbf - Mannheim Hbf - Kaiserslautern Hbf - Saarbrücken Hbf ab 1993
  • IR 2337: Mannheim Hbf - Kaiserslautern Hbf - Saarbrücken Hbf - Trier Hbf - Koblenz Hbf - Köln Hbf - Recklinghausen - Greifswald ab 1994
  • IR 2260: Stuttgart Hbf - Mannheim Hbf - Kaiserslautern Hbf - Saarbrücken Hbf ab 1996
  • IR 2366: Ulm Hbf - Stuttgart Hbf - Mannheim Hbf - Kaiserslautern Hbf - Saarbrücken Hbf ab 1994

Die IC 563, 562, 557, 556, 651, 650, 559 und 558 wurden eingeführt als Ersatz für die bis 1992 verkehrenden D-Züge zwischen Saarbrücken Hbf (Paris Est) und Frankfurt (Main) Hbf bzw. Dresden Hbf. Dieser neuen IC-Linie gab man die Nummer 9. In sie waren auch die EC zwischen Paris Est und Frankfurt (Main) / Dresden / Prag integriert. Neben diesen Neueinführungen gab es auch eine Neunummerierung bzw. ein Namenstausch bereits vorhandener IC- bzw. EC-Züge, auf die hier nicht weiter eingegangen wird, da sie 1994 wieder rückgängig gemacht wurden.
Neben diesen - durchaus als positiv zu bewertenden - Änderungen wurden jedoch die D- und E-Zug-Halte in St Ingbert und Landstuhl gestrichen. Somit waren die beiden Bahnhöfe ab 1991 nur noch durch den "langsamen" Regionalverkehr an die großen Städte angebunden. Erst mit Einführung der schnellen RE-Züge 2001 hielten an den Bahnhöfen wieder schnellzugähnliche Züge. Heute ist Landstuhl jedoch auch wieder ein fahrplanmäßiger Halt zweier Fernzüge:

  • IC 2051: Saarbrücken Hbf - Landstuhl - Kaiserslautern Hbf - Mannheim Hbf - Darmstadt Hbf - Frankfurt (Main) Hbf
  • IC 2293: Saarbrücken Hbf - Landstuhl - Kaiserslautern Hbf - Mannheim Hbf - Stuttgart Hbf - München Hbf - Salzburg Hbf

Eine weitere interessante Verkehrsentwicklung ging 1995 vonstatten, als man folgenden neuen Zuglauf dem EC-Zugpaar 56 / 57 zuordnete:

  • EC 56: Praha hl.n. - Dresden Hbf - Leipzig Hbf - Bebra - Frankfurt (Main) Hbf - Mannheim Hbf - Kaiserslautern Hbf - Saarbrücken Hbf - Metz-Ville - Paris Est
  • EC 57: Paris Est - Metz-Ville - Saarbrücken Hbf - Kaiserslautern Hbf - Mannheim Hbf - Frankfurt (Main) Hbf - Bebra - Leipzig Hbf - Dresden Hbf - Praha hl.n.

Dieser Zuglauf wurde jedoch mit Einführung des neuen Fahrplans am 03.11.2000 wieder auf Frankfurt (Main) Hbf verkürzt. Grund für diese Verkürzung - die mit einem Rückschritt gleichzusetzen ist - war der Ausbau des Abschnitts Frankfurt (Main) Hbf - Bebra auf 200 km/h. Da sich die französische Staatsbahn SNCF jedoch weigerte, ihre Wagen für eine Geschwindigkeit von 200 km/h herzurichten, verkürzte man den Zuglauf. Von der Laufwegsänderung waren alle Züge der IC-Linie 9 betroffen.
Weiterhin gab es ab 2000 auch wieder eine Reduzierung im Fernverkehr auf der Strecke: Die Züge der IC-Linie 9 wurden durch ICE mit dem Zuglauf Saarbrücken Hbf - Frankfurt (Main) Hbf - Leipzig Hbf mit teilweisen Verlängerungen nach Dresden Hbf ersetzt. Die EC dagegen fuhren weiterhin mit einem verkürzten Zuglauf: Paris Est - Metz-Ville - Saarbrücken Hbf - Mannheim Hbf - Frankfurt (Main) Hbf; gleiches galt für die IR zwischen Saarbrücken Hbf und Lindau mit teilweisen Verlängerungen nach Österreich. Ab 2002 ersetzte man schließlich die IR vollständig durch IC - dabei ging der getaktete IR-Fahrplan verloren: Es verkehrten nur noch einzelne Züge, jedoch nicht mehr nach Lindau, sondern nur noch ein Zugpaar nach zwischen Saarbrücken und Stuttgart und ein Zugpaar zwischen Saarbrücken und Salzburg. Der Fernverkehrsstand entsprach ab diesem Jahr wieder dem von 1984 - hauptsächliche Rolle der KBS 670 war ab diesem Jahr der Regional- und Güterverkehr, wobei letzterer noch wichtiger war und ist als ersterer.

Ab 2007 kam die Strecke zu neuen Fernverkehrsehren: Mit Aufnahme des Schnellverkehrs zwischen Frankfurt (Main) und Paris Est kamen die schnellsten Züge der Deutschen Bahn AG - die ICE 3 der Baureihe 406 - auf die Strecke. Sie ersetzten somit die langjährigen EC zwischen den beiden Metropolen Frankfurt (Main) und Paris.
Beim Ersatz der langjährig etablierten EC-Verbindungen ging man in zwei Abschnitten vor:

  1. Vorlaufphase, 10. Juni 2007 bis 8. Dezember 2007: Ein Zugpaar (insgesamt 2 Züge, 1 Zug pro Richtung) täglich zwischen Frankfurt (Main) Hbf und Paris Est, 5 Züge zwischen Saarbrücken Hbf und Paris Est mit unterschiedlichen Verkehrstagen
  2. Hauptphase, ab 9. Dezember 2007: 5 Zugpaare täglich zwischen Frankfurt (Main) Hbf und Paris Est

Im Einzelnen verkehrten während der Vorlaufphase im Allgemeinen folgende ICE:

  • ICE 9550 Saarbrücken Hbf 19.16 Uhr - 21.15 Uhr Paris Est
  • ICE 9551 Paris Est 06.43 Uhr - 08.42 Uhr Saarbrücken Hbf
  • ICE 9552 Saarbrücken Hbf 13.21 Uhr - 15.11 Uhr Paris Est
  • ICE 9554 Frankfurt (Main) Hbf 08.29 Uhr - 10.46 Uhr Saarbrücken Hbf 10.48 Uhr - 12.41 Uhr Paris Est (Sa, So)
  • ICE 9555 Paris Est 14.43 Uhr - 16.33 Uhr Saarbrücken Hbf
  • ICE 9556 Saarbrücken Hbf 12.21 Uhr - 14.15 Uhr Paris Est ersetzt EC 54 zwischen Saarbrücken Hbf und Paris Est
  • ICE 9558 Frankfurt (Main) Hbf 06.34 Uhr - 08.46 Uhr Saarbrücken Hbf 08.48 Uhr - 10.45 Uhr Paris Est (Mo - Fr) ersetzt EC 52
  • ICE 9559 Paris Est 18.54 Uhr - 20.47 Uhr Saarbrücken Hbf 20.50 Uhr - 22.58 Uhr Frankfurt (Main) Hbf ersetzt EC 53

Seit Fahrplanwechsel und Einführung der Hauptphase am 9. Dezember 2007 verkehren nun im Allgmeinen folgende ICE:

  • ICE 9550 Frankfurt (Main) Hbf 19.01 Uhr - 20.59 Uhr Saarbrücken Hbf 21.01 Uhr - 22.53 Uhr Paris Est
  • ICE 9551 Paris Est 06.58 Uhr - 08.58 Uhr Saarbrücken Hbf 09.00 Uhr - 10.58 Uhr Frankfurt (Main) Hbf
  • ICE 9552 Frankfurt (Main) Hbf 16.58 Uhr - 18.59 Uhr Saarbrücken Hbf 19.01 Uhr - 20.51 Uhr Paris Est
  • ICE 9553 Paris Est 09.01 Uhr - 10.58 Uhr Saarbrücken Hbf 11.00 Uhr - 12.58 Uhr Frankfurt (Main) Hbf
  • ICE 9554 Frankfurt (Main) Hbf 12.59 Uhr - 14.59 Uhr Saarbrücken Hbf 15.01 Uhr - 16.50 Uhr Paris Est
  • ICE 9555 Paris Est 13.09 Uhr - 14.58 Uhr Saarbrücken Hbf 15.00 Uhr - 16.58 Uhr Frankfurt (Main) Hbf
  • ICE 9556 Frankfurt (Main) Hbf 09.01 Uhr - 10.59 Uhr Saarbrücken Hbf 11.01 Uhr - 12.49 Uhr Paris Est
  • ICE 9557 Paris Est 17.09 Uhr - 18.58 Uhr Saarbrücken Hbf 19.00 Uhr - 20.58 Uhr Frankfurt (Main) Hbf
  • ICE 9558 Frankfurt (Main) Hbf 06.00 Uhr - 07.58 Uhr Saarbrücken Hbf 08.00 Uhr - 09.50 Uhr Paris Est
  • ICE 9559 Paris Est 19.05 Uhr - 20.58 Uhr Saarbrücken Hbf 21.00 Uhr - 22.58 Uhr Frankfurt (Main) Hbf

Mit Stand der derzeitigen Planungen (Februar 2008) soll ab dem Fahrplanwechsel im Jahre 2010 auf der KBS 670 im Fernverkehr auf bestimmten Abschnitten mit Geschwindigkeiten von bis zu 200 km/h gefahren werden.
Aufgrund eines Trafobrandes beim Triebzug "Köln" (406 082) der deutschen, frankreichtauglichen ICE-Flotte wurde es im Juni 2008 notwendig, das Zugpaar

  • ICE 9553: Paris Est - Saarbrücken Hbf - Kaiserslautern Hbf - Mannheim Hbf - Frankfurt (Main) Hbf
  • ICE 9552: Frankfurt (Main) Hbf - Mannheim Hbf - Kaiserslautern Hbf - Saarbrücken Hbf - Paris Est

bis Anfang Juli durch Ersatzzüge in Form französischer TGV-Triebzüge oder deutscher IC-Wendezüge - bespannt mit Loks der Baureihen 120 oder 181 - zu ersetzen. Dieser Ersatz wurde hinfällig, als Ende Juli 2008 in Köln Hbf ein ICE-Triebzug der Baureihe 403 wegen einer gebrochenen Achse entgleiste. Daraufhin wurden alle ICE der Baureihen 403 und 406 -und somit auch die frankreichtauglichen ICE - für Untersuchungen aus dem Verkehr gezogen. Von nun an wurden alle Züge der Relation Paris Est - Saarbrücken Hbf - Mannheim Hbf - Frankfurt (Main) Hbf und Gegenrichtung durch Ersatzzüge in Form von IC-Zügen - bespannt mit 181 (teilweise auch als so genanntes Sandwich) - oder in Form Triebzügen der Baureihen 411 und 415 ersetzt.

Ende Oktober 2008 wurde bei einem ICE-Triebzug der Baureihe 411 ein Riss in einer Achse festgestellt. Daraufhin zog die Deutsche Bahn AG alle Züge dieser Baureihe, auch die verkürzten Triebzüge der Baureihe 415, aus dem Verkehr. Dies hatte massive Zugausfälle zur Folge, welche auch auf der KBS 670 zu spüren waren. ICE 1557 und ICE 1594 wurden durch einen D-Zug ersetzt, welcher mit vier modernisierten Nahverkehrswagen und Loks der Baureihe 110 zunächst zwischen Saarbrücken Hbf und Mannheim Hbf und später dann zwischen Saarbrücken Hbf und Frankfurt (Main) Hbf in den Fahrzeiten der beiden ICE-Züge verkehrte (siehe Bild links):

  • D 2464: (Frankfurt (Main) Hbf -) Mannheim Hbf - Kaiserslautern Hbf - Saarbrücken Hbf
  • D 2469: Saarbrücken Hbf - Kaiserslautern Hbf - Mannheim Hbf (- Frankfurt (Main) Hbf)

Die Ausnahme bildeten Einsätze der Baureihen 115 und 181 vor diesen Zügen. Mit dem 30. November 2008 endete der Verkehr dieser D-Züge, fortan verkehrten wieder ICE-Züge.

Weitere Informationen zum ICE-Ersatzverkehr 2008 / 2009 finden Sie hier.

Neben der POS Nord kommt auf der KBS 670 weiterhin auch "normaler" Fernverkehr zum Einsatz. Viele EC-Züge, welche durch die POS Nord nicht mehr verkehren, wurden durch IC ersetzt.
Mit Fahrplanwechsel am 14. Dezember 2008 wurde jedoch wieder ein EC-Paar auf der KBS 670 eingeführt, im einzelnen:

  • EC 316: Graz Hbf - Salzburg Hbf - München Hbf - Stuttgart Hbf - Mannheim Hbf - Kaiserslautern Hbf - Saarbrücken Hbf
  • EC 317: Saarbrücken Hbf - Landstuhl - Kaiserslautern Hbf - Mannheim Hbf - Stuttgart Hbf - München Hbf - Salzburg Hbf - Graz Hbf

Gefahren werden diese Züge mit deutschem Wagenpark und deutschen Lokomotiven.
Eine weitere bemerkenswerte Ergänzung des Fernverkehrs geht mit dem Fahrplanwechsel am 14. Dezember 2008 einher. Zum ersten Mal seit dem Jahre 2000 wurde auf der Strecke wieder planmäßig ein Nachtzug eingesetzt. Er stellt fortan eine Verbindung zwischen Paris Est und Berlin her und hält planmäßig in Saarbrücken:

  • CNL 451 (Perseus): Paris Est - Saarbrücken Hbf - Mannheim (Betriebshalt) - Göttingen - Hannover - Berlin-Südkreuz
  • CNL 450 (Perseus): Berlin-Südkreuz - Hannover - Göttingen - Mannheim (Betriebshalt) - Saarbrücken Hbf - Paris Est

Mitgeführt werden zudem Kurswagen nach und von München bzw. Innsbruck mit unterschiedlichen Verkehrstagen:

  • CNL 40418: (Innsbruck Hbf - ) München Hbf - Ulm Hbf - Mannheim Hbf (Betriebshalt) - Saarbrücken Hbf - Paris Est
  • CNL 40451: Paris Est - Saarbrücken Hbf - Mannheim Hbf (Betriebshalt) - Ulm Hbf - München Hbf (- Innsbruck Hbf)

Als Zugloks werden vor diesen Zügen unter anderem Loks der Baureihe 181.2 eingesetzt, welche allerdings nur auf bestimmten Teilabschnitten des Laufwegs "zum Zuge" kommen.
CNL 451 wird von den Loks ab Metz Ville bis Frankfurt (Main) Außenbahnhof bespannt, während CNL 450 lediglich auf dem Abschnitt Saarbrücken Hbf - Metz Ville von einer 181.2 gezogen wird. Die Zuglok für CNL 450 auf dem Abschnitt Saarbrücken - Metz Ville wird dabei mit IC 2058 bzw. IC 2256 zugeführt.

Neben diesen Änderungen wurden ab dem 14. Dezember 2008 zwei neue ICE-Ersatzzüge zwischen Saarbrücken Hbf und Frankfurt (Main) Hbf eingeführt; ähnlich wie bereits D 2464 und D 2469 (s.o.) verkehrten diese beiden Züge in den Fahrzeiten der ICE 1557 bzw. ICE 1594. Als planmäßige Bespannung dieser Züge waren Loks der Baureihe 181 vorgesehen, die meiste Zeit fuhren jedoch Triebzüge der Baureihe 415 diese Leistungen. Im einzelnen:

  • IC 79657: Saarbrücken Hbf - Kaiserslautern Hbf - Mannheim Hbf - Frankfurt (Main) Hbf
  • IC 79654: Frankfurt (Main) Hbf - Mannheim Hbf - Kaiserslautern Hbf - Saarbrücken Hbf

Weitere Informationen zum ICE-Ersatzverkehr 2008 / 2009 finden Sie hier.

Aufgrund hoher Ausfallraten der deutschen ICE 3-Züge mit Frankreich-Ausstattung wird ab dem 20. April 2009 das Zugpaar

  • ICE 9553: Paris Est - Saarbrücken Hbf - Kaiserslautern Hbf - Mannheim Hbf - Frankfurt (Main) Hbf
  • ICE 9552: Frankfurt (Main) Hbf - Mannheim Hbf - Kaiserslautern Hbf - Saarbrücken Hbf - Paris Est

bis voraussichtlich Ende 2010 mit einem französischen TGV-Triebzug gefahren und heißt deshalb

  • TGV 9553: Paris Est - Saarbrücken Hbf - Kaiserslautern Hbf - Mannheim Hbf - Frankfurt (Main) Hbf
  • TGV 9552: Frankfurt (Main) Hbf - Mannheim Hbf - Kaiserslautern Hbf - Saarbrücken Hbf - Paris Est.

Weitere Informationen zum planmäßigen TGV-Einsatz auf der KBS 670 finden Sie hier.

Eine zusammenfassende Übersicht mit Fahrplandaten zu einigen der vorangehend aufgeführten Verkehrsentwicklungen im Fernverkehr finden Sie hier. Die Streckentabellen aus dem Kursbuch der Deutschen Bahn AG sind hier zu finden, Fahrplantabellen zu Nachtzügen auf der KBS 670 finden Sie hier, hier und hier.
 
Verkehrsentwicklung im Regionalverkehr

Als die Aktiengesellschaft zum Bau der Pfälzischen Ludwigsbahn von Ludwigshafen (Rhein) nach Bexbach gegründet wurde - im Übrigen die Ursprungsstrecke der heutigen KBS 670 - war der Zweck der Strecke, die Kohle aus dem Saarland schnellstmöglich an die Bestimmungsorte (beispielsweise in Baden-Württemberg) zu transportieren. Damit lag die Hauptlast der Strecke im Güterverkehr.
Ein richtiger Regionalverkehr entwickelte sich jedoch erst gegen Ende des 19. Jahrhunderts. So wurde 1899 der Regionalverkehr - damals als Ortsverbindungsverkehr benamt - "gestärkt"; dies ist mit dem heutigen, getakteten Verkehr nicht mehr vergleichbar. Nach dem 2. Weltkrieg brach der Regionalverkehr auf der Strecke vollständig zusammen, da die Strecke durch den Krieg nahezu unbefahrbar wurde. Vor dem 2. Weltkrieg fuhren auf der Strecke - wie bereits seit 1899 - Regionalzüge zwischen Ludwigshafen (Rhein) und Neustadt (Weinstraße), Neustadt (Weinstraße) und Kaiserslautern und Kaiserslautern und Saarbrücken. Damit war der Regionalverkehr auf der KBS 670 längst nicht so ausgeprägt wie heute. Dieser Zustand - das vereinzelte Fahren einzelner Züge auf einzelnen Abschnitten - hielt bis in die 50er-Jahre an. Erst in dieser Zeit fuhren die ersten Eilzüge (vergleichbar mit dem heutigen "RegionalExpress", vgl. Zuggattungen) auf der Strecke. Einige Beispiele ergeben sich bei einem Blick ins Kursbuch von 1959:

  • E 3124: Ludwigshafen (Rhein) Hbf - Landstuhl
  • E 3177: Saarbrücken Hbf - Mannheim Hbf - Heidelberg Hbf

Doch neben den Eilzügen verkehrten auf der Strecke auch Nahverkehrszüge - jedoch nicht wie heute durchgängig von Ludwigshafen bzw. Mannheim nach Saarbrücken und zurück, sondern abschnittsweise:

  • Ludwigshafen (Rhein) Hbf - Neustadt (Weinstraße) Hbf
  • Ludwigshafen (Rhein) Hbf - Kaiserslautern Hbf
  • Kaiserslautern Hbf - Saarbrücken Hbf
  • Kaiserslautern Hbf - Homburg (Saar) Hbf
  • Homburg (Saar) Hbf - Saarbrücken Hbf

Bei einem Blick ins Kursbuch von 1959 finden sich auch hier Beispiele für solche Züge, die zu dieser Zeit hauptsächlich mit Dampfloks verkehrten:

  • 1801: Saarbrücken Hbf - Homburg (Saar) Hbf
  • N 1932: Ludwigshafen (Rhein) Hbf - Neustadt (Weinstraße) Hbf

Mit dem Anfang der 60er-Jahre war die Elektrifizierung von Bundesbahnstrecken auf dem Vormarsch. Zu einer der ersten Strecken mit Elektrifizierung sollte die heutige KBS 670 - damals noch als KBS 279 benamt - gehören. Ab dem 8. März 1960 war der Abschnitt Saarbrücken - Homburg elektrisch befahrbar, Homburg - Kaiserslautern folgte knapp ein Jahr später am 28.05.1961. Zwischen Juni 1961 und März 1966 betrieb man so auf der Strecke einen elektrischen Inselbetrieb zwischen Saarbrücken und Kaiserslautern; dabei kamen auch die damals neuen Loks der Baureihe 141 zum Einsatz (diese Loks hielten sich bis 2002 auf der Strecke!): Zwischen Saarbrücken und Kaiserslautern wurden die Züge mit E-Loks bespannt, in Kaiserslautern erfolgte dann der Lokwechsel auf Dampf- oder Diesellok.
So lief der Regionalverkehr weiter bis ins Jahre 1966. Mit diesem Jahr war die Strecke Mannheim Hbf - Saarbrücken Hbf vollständig elektrifiziert, was den Einsatz der neuen und schnellen (für damalige Verhältnisse) Nahverkehrslok 141 auf der gesamten Strecke möglich machte. Dabei kamen die Loks - wie während des Inselbetriebs von 1961 bis 1966 - auch vor Eilzügen im Einsatz. Dieser Einsatz endete jedoch mit dem Einsatz der neuen Schnellfahrloks der Baureihe 110 und später der Baureihe 103. Mit Einführung des elektrischen Verkehrs auf der Strecke erfolgte jedoch auch eine Reform des Regionalverkehrs auf der Strecke. So wurde mit dem Jahre 1966 ein taktähnlicher Fahrplan für den Regionalverkehr eingeführt, wobei es sich auch hier nicht um einen Taktverkehr wie beispielsweise heute (2007) handelte, sondern eher um einzelne Züge, die jedoch in bestimmten Zeiträumen an bestimmten Tagen zu bestimmten Zeiten fuhren.
In den 80er-Jahren schließlich ergab die Schließung eines Rahmenvertrages des Saarlandes mit der Deutschen Bundesbahn die Einführung einer CityBahn-Linie. Ursprünglich war die CityBahn für die Attraktivitätssteigerung stilllegungsgefährdeter Nebenbahnen in Nordrhein-Westfalen gedacht, doch das Konzept wurde schnell auch von anderen Regionen übernommen. Auf der KBS 670 fuhr die CityBahn ab 1992 in zwei verschiedenen "Kategorien":

1 Halt auf allen Unterwegsbahnhöfen

In dieser Kategorie existierten folgende Laufwege:

  • Saarbrücken Hbf - Homburg (Saar) Hbf
  • Homburg (Saar) Hbf - Kaiserslautern Hbf

Zwischen Kaiserslautern Hbf, Neustadt (Weinstraße) Hbf und Mannheim Hbf wurde keine CityBahn dieser Kategorie eingeführt; hier fuhren weiterhin normale Regionalzüge mit einem halbwegs festen Taktfahrplan.
Züge der CityBahn fuhren auf den Strecken im Stundentakt.

 
2 Halt auf weniger Unterwegsbahnhöfen
Züge dieser Linie verkehrten nur auf einer bestimmten Relation: Saarbrücken Hbf - Homburg (Saar) Hbf - Kaiserslautern Hbf. Diese Züge sind vergleichbar mit der heutigen RE60-Linie von Saarbrücken Hbf nach Kaiserslautern Hbf.
Die Züge fuhren dabei im Stundentakt.
Vor 1992 verkehrten CB-Züge beider Kategorien generell nur bis Homburg (Saar). Mit der Beschaffung neuer Wagen konnte 1992 der Zuglauf auch entsprechend nach Kaiserslautern verlängert werden.

Durch den Verkehr der Züge der Kategorien 1 und 2 entstand ein 30-Minuten-Takt, der auch heute noch existiert (vgl. Fahrplan und Verkehr).
Doch bereits in den 90er-Jahren führte man auf der Strecke eine neue Zuggattung ein, die einige Züge der damaligen CityBahn ablöste: die RegionalSchnellbahn, kurz RSB. Diese Zuggattung kann als Vorläufer des heutigen RegionalExpress (RE) bezeichnet werden. Beim Blick ins Kursbuch von 1991 / 1992 findet man bei der Suche nach RSB und CB beispielsweise folgende Züge:

  • RSB 3197: Saarbrücken Hbf - Homburg (Saar) Hbf - Kaiserslautern Hbf - Neustadt (Weinstraße) Hbf - Mannheim Hbf
  • CB 5805: Saarbrücken Hbf - St Ingbert - Homburg (Saar) Hbf
  • CB 3815: Saarbrücken Hbf - Homburg (Saar) Hbf - Kaiserslautern Hbf

1994 schließlich übernahmen auch RegionalExpress-Züge die letzten verbliebenen Leistungen der CityBahn: Sie fuhren ab sofort alle Züge der Kategorie 2. Dabei gab es auch eine Änderung der Zugläufe: Abwechselnd wurden die Züge nach Darmstadt und Offenburg verlängert. Für diese neuen Zugleistungen wurden eigens Wagen der ehemaligen Deutschen Reichsbahn modernisiert (By(u)-Wagen). 1995 entfiel jedoch wieder die Verbindung nach Darmstadt - sämtliche Züge fuhren fortan nach Baden-Württemberg. Im Folgenden zwei Beispiele aus dem Kursbuch 1994 / 1995:

  • CB 3185: Trier Hbf - Saarbrücken Hbf - Kaiserslautern Hbf - Mannheim Hbf - Karlsruhe Hbf - Offenburg
  • CB 3511: Saarbrücken Hbf - Kaiserslautern Hbf - Mannheim Hbf - Darmstadt Hbf

Schließlich verschwand auch die Zuggattung der RegionalSchnellBahn wieder von der KBS 670 und fuhr nur noch vereinzelt - bereits 1996 waren die dominierenden Zuggattungen auf der KBS 670 RB und SE (StadtExpress). Die RSB jedoch war noch einige Zeit auf der KBS 670 unterwegs, wenn auch nur auf dem Abschnitt Saarbrücken Hbf - Rohrbach (Saar): Sie fuhr Züge von Saarbrücken aus in Richtung Karlsruhe über Rohrbach (Saar) - Zweibrücken Hbf - Pirmasens Nord - Landau (Pfalz) Hbf.
Interessant ist bei der Entwicklung der Zuggattungen auch die Änderung der Zugläufe. Fuhren die Züge der CityBahn-Kategorien nur auf dem Abschnitt von Saarbrücken bis Kaiserslautern, war man 1996 so weit, dass man Züge mit Laufwegen von gut 100 km und mehr auf der KBS 670 einsetzte (im Regionalverkehr!!). Neben den oben bereits erwähnten Verlängerungen, auf die hier nicht näher eingegangen werden soll, einige Beispiele aus 1996:

  • SE 3217: Homburg (Saar) Hbf - Mannheim Hbf - Heidelberg Hbf - Osterburken
  • SE 3153: Saarbrücken Hbf - Homburg (Saar) Hbf - Kaiserslautern Hbf - Mannheim Hbf - Karlsruhe Hbf - Offenburg
  • SE 3311: Homburg (Saar) Hbf - Kaiserslautern Hbf - Mannheim Hbf - Heidelberg Hbf - Heilbronn Hbf

Ab ca. 1998 / 1999 wurden diese Züge mit neuen Zugnummern und Laufwegen versehen. Es verkehrten somit beispielsweise

  • SE 23043: Trier Hbf - Saarbrücken Hbf - Homburg (Saar) Hbf - Kaiserslautern Hbf - Neustadt (Weinstraße) Hbf - Mannheim Hbf - Karlsruhe Hbf - Offenburg
  • SE 28195: Homburg (Saar) Hbf - Kaiserslautern Hbf - Neustadt (Weinstraße) Hbf - Mannheim Hbf - Heidelberg Hbf - Heilbronn Hbf - Stuttgart Hbf

Doch ab dem Jahre 2001 erfolgte eine anhaltende Reduktion des Regionalverkehrs zwischen Saarbrücken und Mannheim. SE- bzw. RE-Züge zwischen Trier Hbf und Offenburg wurden verkürzt; zunächst auf Saarbrücken Hbf - Offenburg, dann auf Saarbrücken Hbf - Kalrsruhe Hbf und letztlich auf Saarbrücken Hbf - Mannheim Hbf (2002). Neben dem Grundgerüst der RE-Züge zwischen Saarbrücken und Mannheim gab es jedoch auch immer wieder einzelne Ausnahmen bei den Zügen, z.B. vereinzelte Leistungen von Saarbrücken Hbf nach Karlsruhe Hbf bis 2003. Das Jahr 2001 brachte jedoch nicht nur negative Seiten im Regionalverkehr mit sich: In Folge des eingestellten IR-Verkehrs auf der Strecke führte die Deutsche Bahn AG "schnelle" RE-Züge ein. Diese verkehrten mit umlackierten IR-Wagen und mit Loks der Baureihe 101 - somit konnte eine Geschwindigkeit von 160 km/h erreicht werden. Die Züge verbanden Saarbrücken und Mannheim über die KBS 670 in einem taktähnlichen Verkehr, wie er auch zu IR-Zeiten auf der Strecke existierte. Gehalten wurde bei solchen "schnellen" Fahrten an den ehemaligen IR-Halten, wobei noch Halte in St Ingbert und Landstuhl hinzukamen.
Ab 2003 schließlich erfolgte die Reduktion des durchgehenden Regionalverkehrs auf der Strecke: Die S-Bahn RheinNeckar wurde eingeführt und verkehrte ab dem 14.12.03 auf folgenden Linien:

  • S 1: Kaiserslautern Hbf - Mannheim Hbf - Heidelberg Hbf - Osterburken
  • S 2: Kaiserslautern Hbf - Mannheim Hbf - Heidelberg Hbf - Mosbach (Baden)
  • S 3: Speyer Hbf - Schifferstadt - Mannheim Hbf - Heidelberg Hbf - Kalrsruhe Hbf
  • S 4: Speyer Hbf - Schifferstadt - Mannheim Hbf - Heidelberg Hbf - Bruchsal

Aus dem Linienverlauf ist erkennbar, dass die RE-Züge zwischen Saarbrücken Hbf und Mannheim Hbf bzw. Saarbrücken Hbf und Karlsruhe Hbf überflüssig sind. Sie wurden verkürzt auf

  • RE 60: (Koblenz Hbf - Trier Hbf -) Saarbrücken Hbf - Landstuhl - Kaiserslautern Hbf

Neben den Zügen der RE-Linie 60 verkehren jedoch ab diesem Datum auch Züge der schnellen RE-Linie 7 mit folgenden Zügen:

  • RE 4307: Saarbrücken Hbf - Kaiserslautern Hbf - Mannheim Hbf (ab Dezember 2005: RE 4091)
  • RE 4301: Koblenz Hbf - Trier Hbf - Saarbrücken Hbf - Kaiserslautern Hbf - Mannheim Hbf (ab Dezember 2005: RE 4093)
  • RE 4352: Mannheim Hbf - Kaiserslautern Hbf - Saarbrücken Hbf (ab Dezember 2005: RE 4090)
  • RE 4331: Mannheim Hbf - Kaiserslautern Hbf - Saarbrücken Hbf - Trier Hbf (ab Dezember 2005: RE 4092)
Die Züge der RE-Linie 7 waren die Nachfolger der 2001 eingeführten 160 km/h-Linie Saarbrücken - Mannheim; jedoch verkehrten die Züge seit 2007 mit umgebauten, normalen Regionalverkehrswagen und Loks der Baureihe 110. Somit wurde nur noch eine Spitzengeschwindigkeit von 140 km/h erreicht, wobei die Halte der Züge bis gleichgeblieben sind.
Mit dem 10.12.2006 schließlich verlängerte man S 1 und S 2 nach Homburg (Saar), S 3 und S 4 nach Germersheim.
Neben den schnellen RE-Zügen verkehrten auf dem Streckenabschnitt Homburg (Saar) Hbf - Saarbrücken Hbf in gewissem Sinne auch noch Züge der ehemaligen CityBahn-Linien, wenn auch mit anderen Zugbezeichnungen und Zugläufen. Es verkehrte:
  • RB 71: Homburg (Saar) Hbf - Saarbrücken Hbf - Trier Hbf

Neben diesem Grundgerüst gab es auch hier wieder einige Abweichungen bezüglich Laufweg (Verkürzungen).
Fassen wir den Stand im Regionalverkehr auf der Strecke für das Jahr 2007 zusammen (auf vereinzelte Abweichungen in puncto Laufwegen wird nicht eingegangen):

  • RE 60: (Koblenz Hbf - Trier Hbf -) Saarbrücken Hbf - Landstuhl - Kaiserslautern Hbf
  • RE 7: (Koblenz Hbf - Trier Hbf -) Saarbrücken Hbf - Kaiserslautern Hbf - Mannheim Hbf
  • RB 71: Homburg (Saar) Hbf - Saarbrücken Hbf - Trier Hbf
  • S 1: Homburg (Saar) Hbf - Kaiserslautern Hbf - Mannheim Hbf - Heidelberg Hbf - Osterburken
  • S 2: Homburg (Saar) Hbf - Kaiserslautern Hbf - Mannheim Hbf - Heidelberg Hbf - Mosbach (Baden)
  • S 3: Germersheim - Speyer Hbf - Schifferstadt - Mannheim Hbf - Heidelberg Hbf - Karlsruhe Hbf
  • S 4: Germersheim - Speyer Hbf - Schifferstadt - Mannheim Hbf - Heidelberg Hbf - Bruchsal

Mit dem Fahrplanwechsel am 14. Dezember 2008 wurde die Baureihe 110 vor den Zügen der RE-Linie 7 durch Loks der Baureihe 143 mit modernen Doppelstockwagen abgelöst. Da das für die Zulassung von Lokomotiven und Wagen zuständige Eisenbahnbundesamt die Zulassung für die auf 160 km/h ertüchtigten 143 nicht rechtzeitig erteilen konnte, kamen Loks der Baureihe 112 vor diesen Zügen zum Einsatz.
Mit der Erneuerung dieser Züge geht auch die Verkürzung des Laufwegs der Linie einher. RE 4093 Koblenz Hbf - Saarbrücken Hbf - Mannheim Hbf verkehrte fortan nur noch zwischen Trier Hbf und Mannheim Hbf.
Ab dem 14. Dezember 2008 ergab sich also folgendes Bild im Regionalverkehr auf der KBS 670:

  • RE 60: (Koblenz Hbf - Trier Hbf -) Saarbrücken Hbf - Landstuhl - Kaiserslautern Hbf
  • RE 11: (Trier Hbf -) Saarbrücken Hbf - Kaiserslautern Hbf - Mannheim Hbf
  • RB 71: Homburg (Saar) Hbf - Saarbrücken Hbf - Trier Hbf
  • S 1: Homburg (Saar) Hbf - Kaiserslautern Hbf - Mannheim Hbf - Heidelberg Hbf - Osterburken
  • S 2: Homburg (Saar) Hbf - Kaiserslautern Hbf - Mannheim Hbf - Heidelberg Hbf - Mosbach (Baden)
  • S 3: Germersheim - Speyer Hbf - Schifferstadt - Mannheim Hbf - Heidelberg Hbf - Karlsruhe Hbf
  • S 4: Germersheim - Speyer Hbf - Schifferstadt - Mannheim Hbf - Heidelberg Hbf - Bruchsal

Mit Fahrplanwechsel im Dezember 2009 wurden die Loks der Baureihe 112 vor den Zügen der RE-Linie 7 durch Lokomotiven der Baureihe 111 ersetzt, welche extra für diesen Zweck aus Nordrhein-Westfalen nach Trier umbeheimatet wurden. Grund für diesen Einsatz ist die noch immer ausstehende Zulassung der auf 160 km/h umgebauten Lokomotiven der Baureihe 143, welche schon seit Dezember 2008 von Trier aus eingesetzt werden sollten.

 
Zuggattungen

In Folge des recht ausgeprägten Verkehrs auf der Kursbuchstrecke 670 kamen auf der Strecke auch immer wieder verschiedene Zugarten zum Zuge. Die folgende Übersicht gibt einen Überblick über alle Zuggattungen auf der KBS 670 im Personenverkehr (Zeitraum von 1903 bis heute; Bedeutung der Zuggattungen zum Teil entnommen aus Liste der Zuggattungen):

 
auf der KBS 670 unterwegs
vollständiger Gattungsname Bedeutung Abkürzung
von
bis
Fernverkehr
D-Zug nationaler und internationaler Reisezug, später Vorläufer des InterRegios D
1903
26.10.08
2000
29.11.08
City-D-Zug nationaler Fernreisezug, IC-Zubringerverkehr DC
1973
1978
FernExpress nationaler und internationaler Fernreisezug FD
1983 / 1984
TransEurop(a)Express nationaler und internationaler Reisezug, zuschlagpflichtig, Vorläufer aller deutschen ICs und ECs TEE
1970
1975
InterRegio nationaler Reisezug, zuschlagfrei IR
1991
14.12.2002
InterCity nationaler Reisezug, zuschlagpflichtig IC
1979
heute
EuroCity internationaler Reisezug, zuschlagpflichtig EC
1987
14.12.2008
10.06.2007
heute
InterCityExpress Hochgeschwindigkeitszug, zuschlagpflichtig, ICE-Fahrkarte notwendig ICE
2000
heute
CityNightLine schnellfahrender Reisezug des Fernverkehrs, der vorwiegend Nachtreisenden dient CNL
14.12.2008
heute
Train à grande vitesse französischer Hochgeschwindigkeitszug, zuschlagpflichtig, ICE- bzw. TGV-Fahrkarte notwendig TGV
20.04.2009
heute
Nahverkehr
Nahverkehrszug Einfacher Nahverkehrszug mit Halt auf allen Unterwegsbahnhöfen N
vor 2. WK
1996
Eilzug  Nahverkehrszug, Vorläufer des RegionalExpress E
vor 2. WK
1989
CityBahn  Nahverkehrszug, mit Halt auf allen Unterwegsbahnhöfen CB 
1990
1995
CityBahn  Nahverkehrszug, mit weniger Unterwegshalten CB
1991
1995
StadtExpress  Nahverkehrszug, mit weniger Unterwegshalten SE
1995
2000
RegionalExpress Nahverkehrszug, mit weniger Unterwegshalten RE
1995
heute
RegionalBahn Nahverkehrszug, mit Halt auf allen Unterwegsbahnhöfen RB
1991
heute
RegionalSchnellBahn  Nahverkehrszug, mit weniger Unterwegshalten, parallellaufendes Produkt zum RegionalExpress RSB
1989
1995
S-Bahn Reisezüge des linienbezogenen Ballungsverkehrs mit Systemhalten in dichtem Takt und S-Bahntarif-Anwendung S
14.12.2003
heute