Die
Kursbuchstrecke 670 |
Einführung
Am 22. Mai 1992 wurde in La Rochelle (Frankreich) eine Vereinbarung unterzeichnet,
die den Ausbau verschiedener Strecken in Deutschland und Frankreich vorsieht.
Die ersten Projekte dieser Vereinbarung wurden bereits 1995 realisiert, andere
warten noch auf Planfeststellungsverfahren oder wurden zwischenzeitlich wieder
verworfen.
In diese Vereinbarung wurde auch der Bau einer Schnellbahnverbindung von Paris
über Ostfrankreich nach Südwestdeutschland und weiter nach Frankfurt
(Main) aufgenommen: das Projekt POS Nord. Hauptstrecke der deutschseitigen
POS Nord ist die KBS 670 von Saarbrücken nach Mannheim.
Hauptkenndaten
Die verkehrliche Zielsetzung der Schnellbahnverbindung POS ist die Herstellung
einer ebensolcher zwischen Paris, Ostfrankreich und Süddeutschland. Dabei
unterscheidet man zei Streckenäste: POS Nord und POS Süd. Die beiden
Strecken zweigen bei Baudrecourt von der gemeinsamen Hauptstrecke ab und nehmen
unterschiedliche Wege zu unterschiedlichen Zielen (siehe auch Strecke).
Die Realisierung der POS Nord ist jedoch nur durch Verbesserung der auf deutscher
Seite bereits vorhandenen Strecken auf deutscher und durch den Neubau einer
Schnellfahrtstrecke auf französischer Seite realisierbar.
Auf deutscher Seite ertüchtigt man so den Streckenabschnitt Saarbrücken
- Ludwigshafen (Rhein) für Geschwindigkeiten bis 200 km/h auf den Abschnitten
Rohrbach (Saar) - Kaiserslautern und Neustadt (Weinstraße) - Ludwigshafen
(Rhein). Auf französischer Seite dagegen wird eine ganz neue Schnellfahrstrecke
gebaut: Die LGV Est européenne. Diese Strecke beginnt in Paris und
verzweigt sich bei Baudrecourt nach Süden und nach Osten: POS Süd
und POS Nord. Somit ist die Strecke Teil TEN-Schienenmagistrale Nr 17 von
Paris nach Budapest.
Vorgesehen sind für die Strecke auf französischer Seite Geschwindigkeiten
von bis zu 330 km/h, auf deutscher Seite dagegen nur bis zu 200 km/h.