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Die Kursbuchstrecke 670
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Die Kursbuchstrecke 670 - POS Nord -- Streckenertüchtigungsmaßnahmen


Ertüchtigungen / Ausbaumaßnahmen
Ertüchtigung des Abschnitts Saarbrücken - Ludwigshafen für Neigetechnikzüge auf Vmax = 160 km/h
Als Vorstufe zur POS Nord ertüchtigte man zunächst im Zeitraum 1995 - 2003 den Abschnitt Saarbrücken - Ludwigshafen für Neigtechnikzüge. Diese erreichen seit 2003 eine planmäßige Geschwindigkeit von max. 160 km/h auf den Abschnitten St Ingbert - Kaiserslautern und Neustadt (Weinstraße) - Ludwigshafen (Rhein).
Die Ertüchtigungsmaßnahme beinhaltete Kurvenentschärfungen bei Kirkel und Schifferstadt; Erneuerung des Oberbaus und des Gleisbetts; Umbau des Bahnhofs Rohrbach (Saar) und damit verbunden Entschärfung der Kurve vor / hinter vorgenanntem Bahnhof aus / in Fahrtrichtung Saarbrücken.

Ausbau des Abschnitts St Ingbert - Geistkircherhof / Kirkel - Kaiserslautern für Vmax = 200 km/h
Für die endgültige POS Nord wurde der o.g. Abschnitt so ausgebaut, dass eine Geschwindigkeit von 200 km/h dauerhaft erreicht werden kann. Die Ausbaumaßnahme beinhaltete den Umbau sämtlicher Bahnhöfe bzw. Haltepunkte (wenn erforderlich) zur Erhöhung der zulässigen Geschwindigkeit und Erneuerung des Oberbaus und des Gleisbetts sämtlicher Gleise auf dem o.g. Abschnitt. Abgeschlossen wird diese Maßnahme voraussichtlich Ende 2007.

Ertüchtigung des Abschnitts Kaiserslautern - Neustadt (Weinstraße) für Vmax = 160 km/h
Der o.g. Abschnitt ist sehr kurven- und tunnelreich, sodass ein Ausbau wie auf dem Abschnitt St Ingbert - Kirkel - Kaiserslautern nicht möglich ist. Um dennoch eine akzeptable Reisegeschwindigkeit zu erreichen, entschied man sich auf diesem Abschnitt für die Ertüchtigung auf eine Geschwindigkeit von 120 km/h für Neigetechnikzüge und 80 - 100 km/h für normale Züge.

Ausbau des Abschnitts Neustadt (Weinstraße) - Ludwigshafen (Rhein) für Vmax = 200 km/h
Im Gegensatz zum Abschnitt Kaiserslautern - Neustadt (Weinstraße) ist der Abschnitt Neustadt (Weinstraße) - Ludwigshafen (Rhein) ein eher in flachem Land verlaufender Abschnitt, der einen Ausbau für eine maximale Reisegeschwindigkeit von 200 km/h möglich macht.
Der Ausbau dieses Abschnitts beinhaltete die Erneuerung sämtlicher Bahnhöfe und Haltepunkte auf diesem Abschnitt; ein Streckenneubau bei Schifferstadt, der eine Umgehung des in einer länger gezogenen Kurve liegenen Bahnhofs Schifferstadt möglich macht; und ein Komplettumbau des Haltepunkts Limburgerhof, wo der o.g. Streckenneubau wieder in die "Stammstrecke" einschwenkt. Weiterhin ist es selbstredend, dass auf den für die POS Nord relevanten Abschnitten - also auf denjenigen Abschnitten, auf denen 200 km/h erreicht werden - der Oberbau sowie das Gleisbett komplett erneuert wurde.

Streckenneubauten
Neubau einer Kurvenentschärfung bei Kirkel (Geistkircherhof)
Aufgrund eines urvenreichen Abschnitts bei Kirkel, der eine Höchstgeschwindigkeit von max. 125 km/h erlaubte, entschied man sich im Rahmen des Projekts zum Bau einer Kurvenentschärfung am Geistkircherhof in Kirkel.
1995 begannen die ersten Vermessungsarbeiten, 2003 wurde die Entschärfung fertig gestellt. Im Endeffekt ergibt sich durch die Entschärfung ein Fahrzeitgewinn von 20 Sekunden; erreichbar ist jetzt eine Höchstgeschwindigkeit von 160 km/h.
Die Entschärfung wurde direkt an die Streckenabschnitte aus St Ingbert und Homburg (Saar) angeschlossen, die alte, kurvenreiche Strecke wurde abgebaut und zugeschüttet; an einigen Stellen ist der alte Oberbau noch erkennbar.

Neubau einer Umgehung des Bahnhofs Schifferstadt bei Böhl-Iggelheim
Die Lage des Bahnhofs Schifferstadt in einer lang gezogenen Kurve erforderte den Neubau einer Umgehung. Diese Umgehung wurde in den Jahren 1998 - 2003 gebaut und ist seit Anfang November 2003 in Betrieb.
Im Gegensatz zur Kurvenentschärfung bei Kirkel ist diese Umfahrung eine Art Zweitstrecke. Der Zug befährt bis Böhl-Iggelheim die "Stammstrecke" und fährt dann automatisch auf die Umfahrung. S-Bahn-Züge sind die einzigen Züge, die den Bahnhof Schifferstadt noch durchfahren (abgesehen von den Regionalzügen aus Speyer) - sie verlassen Böhl-Iggelheim mit einer Geschwindigkeit von 60 km/h und gelangen durch eine Weiche auf den Ast Richtung Schifferstadt. In Limburgerhof laufen die beiden Strecken schließlich wieder zusammen.

Umbaumaßnahmen
Im Rahmen der Streckenertüchtigung ist es auf deutscher Seite unbedingt notwendig, Umbauten einiger Haltepunkte bzw. Bahnhöfe durchzuführen; dies zeigt die folgende Übersicht.

Bereits fertiggstellte Bahnhofsumbauten
Umbau Bahnhof Rohrbach (Saar)
Erneuerung sämtlicher Bahnsteige, verbunden mit einer Kurvenentschärfung in Richtung St Ingbert und Erneuerung der Gleise
2003
Umbau Bahnhof Kaiserslautern Hbf
Erneuerung sämtlicher Bahnsteige, verbunden mit der behindertengerechten Ausstattung der Bahnsteige
2002 / 2003
Umbau Bahnhof Hochspeyer 2002 / 2003
Umbau Haltepunkt Weidenthal 2003
Neubau Haltepunkt Neidenfels 1998
Sanierung Haltepunkt Frankenstein (Pfalz) 2001
Sanierung Haltepunkt Lambrecht (Pfalz) 2002
Umbau Bahnhof Neustadt (Weinstraße) Hbf 2002
Umbau Bahnhof Neustadt-Böbig 1999
Sanierung Bahnhof Haßloch (Pfalz) 2002
Sanierung Haltepunkt Böhl-Iggelheim 2003
Umbau Bahnhof Schifferstadt 2003
Umbau Bahnhof Limburgerhof
Änderungen im Spurplan
2003
Neubau Bahnhof Ludwigshafen (Rhein) Mitte 2004
   
Noch anstehende Bahnhofsumbauten bzw. Bahnhofssanierungen Geplante Fertigstellung
Umbau Bahnhof Saarbrücken Hbf
Projekt Eurobahnhof
2008
Sanierung Haltepunkt Saarbrücken Ost 2008
Sanierung Haltepunkt Schafbrücke 2008
Sanierung Haltepunkt Scheidt (Saar) 2008
Sanierung Haltepunkt Rentrisch 2008
Umbau Bahnhof St Ingbert 2008
Umbau Haltepunkt Kirkel
Ersatz des bisherigen Mittelbahnsteigs durch zwei Außenbahnsteige, verbunden mit einer Streckenbegradigung von wenigen Metern
Ende 2007 / Anfang 2008
Umbau Haltepunkt Limbach (bei Homburg (Saar))
Ersatz des bisherigen Mittelbahnsteigs durch zwei Außenbahnsteige, verbunden mit einer Streckenbegradigung von wenigen Metern
2008 / 2009
Umbau Bahnhof Homburg (Saar) Hbf Bauabschnitt 1: 2006
Bauabschnitt 2: 2007 / 2008
Sanierung Haltepunkt Bruchmühlbach-Miesau 2006
Sanierung Haltepunkt Hauptstuhl 2006
Sanierung Bahnhof Landstuhl 2006
Sanierung Haltepunkt Kindsbach 2006
Sanierung Haltepunkt Einsiedlerhof 2007 / 2008
Sanierung Haltepunkt Vogelweh 2007 / 2008
Sanierung Haltepunkt Kennelgarten 2007 / 2008
Sanierung Haltepunkt Ludwigshafen (Rhein)-Rheingönheim 2007 / 2008
Sanierung Haltepunkt Ludwigshafen (Rhein)-Mundenheim 2007 / 2008
Sanierung Bahnhof Ludwigshafen (Rhein) Hbf (Gleise mit Relevanz für KBS 670) 2007 / 2008

Eurobahnhof Saarbrücken
Im Rahmen des Projekts POS Nord wird der Hauptbahnhof Saarbrücken das Aushängeschild auf deutscher Seite. Das Projekt Eurobahnhof Saarbrücken umfasst folgende Maßnahmen:

Durch den Abriss sämtlicher nicht mehr benötigter, bahntechnischer Anlagen im Bereich Rodenhof wird ein großes Areal frei, welches der Stadt Saarbrücken übergeben werden soll, die aus diesem Areal ein völlig neues Stadtviertel kreieren will. Diese Stadtviertel wird über den Ludwigskreisel an drei Autobahnen angeschlossen und bietet so für Industrie, Handel und Wirtschaft eine optimale Geschäftslage. Sollte sich die POS Nord bezüglich der Fahrgastzahlen im positiven Sinne entwickeln - was erwartet wird - so ist eine Direktanbindung per ICE an den Bahnhof Frankfurt (Main) Flughafen Fernbahnhof vorgesehen.
Der Eurobahnhof Saarbrücken wird am 15.12.2007 im Rahmen des Fahrplanwechsels der Deutschen Bahn AG und im Rahmen der endgültigen Aufnahme des Schnellverkehrs nach Paris (Juni 2007 - Dezember 2007 = Vorlaufphase) der interessierten Öffentlichkeit präsentieren.