Die
Kursbuchstrecke 670 |
Das
Konzept der POS Nord sieht eine schnelle Fernverkehrsverbindung zwischen Frankfurt
(Main) und Paris vor. Um dies zu erreichen, sind nicht nur Arbeiten im Gleis-
und Bahnhofsbereich notwendig, sondern auch die entsprechenden Fahrzeuge.
Die Deutsche Bahn AG setzt auf der POS-Strecke Frankfurt (Man) - Paris den
schnellen ICE 3MF (MF für Mehrsystem Frankreich) ein (Baureihenbezeichnung
406). Dieser Zug erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 330 km/h - die
auf dem Schnellfahrabschnitt in Frankreich nahezu voll ausgereizt werden:
Die planmäßige Höchstgeschwindigkeit beträgt hier 320
km/h.
Da der 406 von Anfang an keine Zulassung für Fahrten in Frankreich hatte,
musste ein aufwändiges Zulassungsverfahren eingeleitet werden, welches
von 2001 bis Ende 2006 andauerte. Ab 2001 absolvierten zwei Einheiten Testfahrten
auf französischen Hochgeschwindigkeitsstrecken; dabei wurden neben den
nachgerüsteten Sicherheitseinrichtungen für das französische
Zugsicherungssystem auch die Bremseinrichtungen - wie z.B. die Wirbelstrombremse
- geprüft. Hier traten erstmals Probleme auf: Durch die magnetische Strahlung
der Wirbelstrombremse wurden magnetisch fixierte Weichenabdeckungen bei voller
Fahrt abgerissen. Weiterhin stellte man Probleme durch Schotterflug fest,
die bei Geschwindigkeiten größer als 250 km/h auftraten. Ursache
dafür waren konstruktionsbedingte Luftverwirbelungen, welche durch den
Einbau von halbkreisförmigen Scheiben, die gleichzeitig auch als Schutz
für die unter dem Zug angebrachte Technik dienen, beseitigt wurden. Seit
Anfang Dezember 2006 - nach Beseitigung aller Probleme - besitzt der Zug eine
Zulassung für das französische Schienenetz.
Insgesamt wurden von der Deutschen Bahn AG sechs Triebzüge der bisherigen
ICE 3-Flotte für einen Einsatz in Frankreich umgerüstet. Die Umrüstungsarbeiten
beinhalten dabei:
Weitere Informationen zum ICE 3MF finden Sie hier.