Die
Kursbuchstrecke 670 |
| allgemeine Ereignisdaten | |
| Zeitpunkt | 28. Juni 1988 |
| Ereignisort | KBS 670 zwischen Kaiserslautern und Hochspeyer, östlicher Einschnitt Heiligenbergtunnel, etwa bei Streckenkilometer 51,670. |
| Ereignisbewertung | Aufprall mit anschließender Entgleisung und folgendem Zusammestoß |
| Beteiligte Zugfahrten | Gdg 57607 von Saarbrücken Rangierbahnhof nach Mannheim Rangierbahnhof, Triebfahrzeug 140 633 mit 21 beladenen Schüttgutwagen des Typs "Fals" und D 2754 Heidelberg Hbf - Saarbrücken Hbf, Triebfahrzeug 110 104 mit 4 m-Wagen |
| Ereignishergang | |
| Nach Verlassen des Heiligenbergtunnels prallt Gdg 57607 bei km 51,670 - km 51,680 auf abgerutschtes Erd- und Bauwerksmaterial der südlichen Stützmauer im östlichen Einschnitt des Heiligensteintunnels. Der teilweise Mauereinsturz wurde kurz zuvor durch zu diesem Zeitpunkt abgehende, heftige Unwetter ausgelöst. Der Lokführer von Gdg 57607 löst noch 150 m vor der Bruchstelle die Schnellbremsung aus. Trotz dieser schnell eingeleiteten Bremsung trifft der Zug mit einer Restgeschwindigkeit von ca. 75 km/h auf das Hindernis und entgleist mit der Lok und den ersten drei Wagen in Richtung Gegengleis. Der Lokführer des gleichzeitig entgegenkommenden D 2754 (113 km/h) bermerkt einen Spannungsabfall in der Oberleitung und vermutet als Grund einen Blitzschlag. Doch im folgenden Moment stößt der Zug mit der gerade im Lichtraum entgleisten Lok des Gdg 57607 zusammen. Beide Triebfahrzeuge treffen etwa mittig versetzt aufeinander, wobei 140 633 wegen Gesteinmaterials Schieflage besitzt. 110 104 rammt mit Front und Rahmen gegen 140 633 oberhalb der linken Rahmenseite, wodurch diese Lok dort auf gesamter Fahrzeuglänge aufgerissen wird. Beide Lokführer sind anschließend an ihren Bedienplätzen eingeklemmt. 110 104 entgleist mit ihrem folgenden Wagenzug nach rechts gegen die nördliche Stützmauer des Tunnels. Infolge der Deformationen kommt Gdg 57607 innerhalb von 130 m zum Stehen, der D 2754 auf einer Strecke von 120 m. Der erste m-Wagen des D-Zuges ist nach einem Drittel der Fahrzeuglänge eingeknickt und von den folgenden Wagen abgerissen. Der 2. bis 4. m-Wagen sind teilweise gegen den Güterzug gelehnt bzw. aufeinander aufgeritten. Die Gleise, Fahrleitung und die Stützmauern sind in diesem Bereich erheblich beschädigt. | |
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